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Bänder: Stabilisatoren des Skeletts

Bänder verbinden die Knochen und halten die Gelenke stabil. Lesen Sie alles über Dehnungen, Zerrungen und Bänderrisse sowie ihre Behandlung


Gefahrpunkt Fuß: Umknicken beim Laufen ist häufige Ursache von Bänderverletzungen

Der Körper dreht sich weiter, das Knie bleibt stehen. Dieser Belastung hält auch ein gut trainiertes Knie oft nicht stand. Einen Kreuzbandriss – die mögliche Folge eines solchen Bewegungsfehlers – fürchten Laien wie Sportler. Bedeutet er doch in der Regel eine längere Verletzungspause und schlimmstenfalls eine Operation.

 

Doch was sind eigentlich die Bänder, die so langwierige Verletzungen verursachen können? Sie bilden mit Muskeln, Sehnen und Knochen den Bewegungsapparat. Die Muskeln laufen in bindegewebige, derbe Strukturen aus, die Sehnen. Mit diesen sind sie an den Knochen befestigt. Über die Bänder dagegen sind die Knochen direkt miteinander verbunden.


Sie bestehen aus Kollagen und halten die einzelnen Knochen in einer stabilen Lage zueinander. So stabilisieren das Sprunggelenk drei Außenbänder, zwei Innenbänder und ein vorderes und hinteres sogenanntes Syndesmosen-Band.  Das Knie halten zwei Kreuzbänder und zwei Seitenbänder zusammen.

 

Bänder bereiten oft schmerzhafte Probleme. Sie sind, wie auch strapazierte Muskeln und Sehnen, vielfach Ursache von Rückenschmerzen. Häufiger Grund dafür: Überlastung, mangelnde Bewegung und Haltungsschäden.

 

Von Bänderverletzungen beim Sport sind oft das Knie oder das Sprunggelenk betroffen. Dabei sind die Übergänge von Dehnung, Zerrung und Riss fließend. Immer sollte ein Arzt eine Bänderverletzung beurteilen. Er kann das Ausmaß einschätzen und sehen, ob auch Knorpel oder Knochen in Mitleidenschaft gezogen sind.

 

Unbehandelt kann eine solche Verletzung schlimme Folgen haben. Die Gelenke bleiben möglicherweise über lange Zeit instabil, weitere Verletzungen folgen und Fehlstellungen erhöhen den Verschleiß. Mit der Zeit kann eine Arthrose entstehen.

 

Selten, zum Beispiel bei einem Riss des vorderen Kreuzbandes, ist eine operative Rekonstruktion notwendig. Als Ersatzmaterial dient in diesem Fall entweder ein Teil der Kniescheibensehne (Patellasehne) oder einer Sehne aus dem Oberschenkel. Meist reichen Ruhigstellen und eine gute Nachbehandlung. Diese besteht beim Kreuzbandriss aus Krankengymnastik und Koordinationstraining.


Wichtig: Bänder bestehen aus Kollagenfasern und sind anfällig für Verschleiß. Mit den Jahren verlieren sie an Festigkeit und werden spröde. Die wichtigste Vorbeugung vor Verletzungen ist viel Bewegung!



www.apotheken-umschau.de; 23.02.2010, aktualisiert am 25.06.2010
Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber

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