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Haarausfall

Haarverlust kann viele Ursachen haben und zur Haarlosigkeit (Alopezie) führen. Häufig ist er anlagebedingt. Welche Mittel und Therapien den Haarausfall bei Frauen und Männern bremsen


Füllige, schöne Haare – nicht nur eine Frage der richtigen Pflege

Überblick: Was ist Haarausfall?

Ein einzelnes Haar auf dem Kopfkissen, drei weitere im Waschbecken und fünf in der Haarbürste – das ist noch kein Haarausfall, sondern völlig normal. Jedes Haar hat nur eine begrenzte Lebensdauer, hört auf zu wachsen, fällt aus und ein neues wächst nach (Genaueres dazu im Kapitel "Wissenswert"). Gehen täglich mehr als etwa 100 Haare verloren, und das über einige Wochen, oder entstehen einzelne haarlose Stellen, dann kann man von Haarausfall sprechen (medizinisch: Effluvium).

Haarausfall kann zur Haarlosigkeit führen. Der Fachbegriff lautet Alopezie oder Alopecia. Der Haarverlust kann vorübergehend sein, dann wachsen die Haare wieder nach. Wenn allerdings die Haarwurzeln unwiderruflich geschädigt wurden, zum Beispiel durch Verbrennungen oder seltene vernarbende Alopezien, dann bilden sich an der betroffenen Stelle keine neuen Haare mehr.


Bei Männern ist der Haarausfall in den allermeisten Fällen anlagebedingt (androgenetische Alopezie, erblich bedingter Haarausfall). Sie bekommen "Geheimratsecken" an den Schläfen und / oder dünnes Haar im Tonsurbereich. Dies kann sich im Laufe der Zeit zu einer Glatze an Stirn und Hinterkopf ausbreiten, bis nur noch ein Haarkranz übrig ist. Aber auch Frauen sind von diesem androgenetischen Haarausfall betroffen. Sie bekommen üblicherweise keine Glatze. Ihr Haar wird verstärkt im Scheitelbereich dünner. Bei den meisten Frauen macht sich diese Alopezie erstmals in den Wechseljahren bemerkbar. (Mehr dazu in den weiteren Kapiteln).

Wenn runde, etwa münzgroße kahle Stellen am Kopf oder im Bart entstehen, handelt es sich meist um die Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall). Man vermutet als Ursache eine Störung des körpereigenen Immunsystems. Erkrankungen der Haut oder der Kopfhaut, zum Beispiel Pilzinfektionen, lassen die Haare ebenfalls an einzelnen, umschriebenen Stellen ausfallen.

Neben diesen umschriebenen Alopezien kann das Kopfhaar auch gleichmäßig lichter werden, dann spricht man von diffusem Haarausfall. Ursache hierfür können eine Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse oder auch ein Eisenmangel sein. Medikamente und Infektionskrankheiten können das Haar dünner werden lassen. Strahlentherapie oder Chemotherapien lassen es nicht selten gänzlich ausfallen, meist beginnt es aber nach der Therapie wieder zu wachsen. Nicht zuletzt wird der Einfluss von Stress auf das Haarwachstum diskutiert.

Auf dem Markt sind zahlreiche Mittel erhältlich, die das Haarwachstum anregen oder den Haarausfall stoppen sollen. Nur die wenigsten sind jedoch in guten klinischen Studien auf ihre Wirksamkeit hin getestet worden. Prinzipiell sollte man erst einmal abklären lassen, ob man überhaupt Haarausfall oder eine Alopezie hat und welcher Art diese dann ist. Dies ist wichtig, da es nicht "das Haarwuchsmittel" gibt, sondern jede Alopezie gesondert behandelt wird (Genaueres dazu im Kapitel "Therapie").


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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Weitere Informationen gibt es zum Beispiel auf folgender externer Seite der Charité Berlin:

(www.apotheken-umschau.de ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten)

www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 20.04.2012
Bildnachweis: Fotolia/Monika Adamczyk/2009

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