Erniedrigung des Magnesiumspiegels im Blut unter 0,7 mmol/l. Der Normalwert liegt bei 0,7–1,1 mmol/l.
Ursache: Hypomagnesiämie kann durch Mangelernährung, v. a. bei Alkoholmissbrauch, bei erhöhtem Magnesiumbedarf (z. B. in der Schwangerschaft), bei verminderter Magnesiumaufnahme durch Erbrechen oder Durchfall sowie bei erhöhter Harnausscheidung entstehen. Häufig besteht gleichzeitig ein Kalziummangel (Hypokalzämie).
Befund: Eine leichte Hypomagnesiämie äußert sich häufig durch Beinschmerzen mit Wadenkrämpfen und Müdigkeit. Stärkere Hypomagnesiämie verursacht Muskelkrämpfe (Tetanien), Darmkrämpfe, Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma sowie Krampfanfälle des Gehirns. Meist lässt sich die Diagnose bereits aus den vorliegenden Symptomen ableiten. Gelegentlich ist eine Bestimmung der Magnesiumkonzentration im Serum erforderlich.
Behandlung: Eine magnesiumreiche Ernährung mit Obst, Gemüse und Nüssen oder eine Behandlung mit Magnesiumsalzen ist in der Regel erfolgreich. Selten ist eine intravenöse Magnesiumgabe erforderlich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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