eitrige, einschmelzende Entzündung der Nasenspitze oder des Naseneingangs.
Ursache: Ein Nasenfurunkel wird durch Bakterien (meist Staphylokokken) hervorgerufen und entsteht häufig aus einer Haarbalgentzündung (Follikulitis). Abwehrgeschwächte Menschen sind besonders häufig betroffen.
Befund: Typisch ist eine stark schmerzhafte, druckempfindliche Schwellung und Rötung der Nase, die gelegentlich bis zur Oberlippe reicht. Die Erkrankten haben Fieber. Zumeist entleert sich der Eiter ins Naseninnere. Die Erreger können über den Blutweg ins Schädelinnere verschleppt werden und dort lebensbedrohende Entzündungen und Gefäßverschlüsse (Sinusvenenthrombose) hervorrufen. Deshalb darf ein Nasenfurunkel niemals ausgedrückt werden.
Behandlung: Die Entzündung wird mit Antibiotika behandelt. Alkoholumschläge fördern örtlich die Abstoßung des Eiterpfropfes. Um einer Erregerverschleppung vorzubeugen, wird die Oberlippe möglichst ruhig gestellt (Redeverbot, breiige Kost).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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