durch Immunkomplexe ausgelöste allergische Erkrankung, die durch Injektion von artfremdem Eiweiß (Antiserum von Tieren) oder Arzneimitteln (besonders Penicillin oder Sulfonamide) verursacht wird. Dabei handelt es sich um eine Typ-III-Reaktion (Allergie), die 7–14 Tage nach Verabreichung des Antigens akut auftritt.
Befund: An der Injektionsstelle entsteht oft eine allergische Lokalreaktion mit Rötung, Schwellung und Juckreiz. Zusätzlich treten Fieber, Lymphknotenschwellungen, Gelenkbeschwerden (Arthritis) und Hautausschlag auf. Entzündungen an Niere (Glomerulonephritis) und Gefäßen (Vaskulitis) können den Verlauf erschweren. Die Krankheitserscheinungen klingen innerhalb einer Woche von selbst wieder ab.
Behandlung: Die Serumkrankheit wird wie andere Formen der Allergie mit Antihistaminika und Kortison behandelt. Das Antigen wird durch Abbau der Immunkomplexe aus dem Körper eliminiert.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 14.12.2011
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